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    Pflegemittel für Naturstein

    Kleiner Aufwand, großer Erfolg

    Wenn Ihre Bodenbeläge aus Naturstein sind, haben Sie sich für einen extrem widerstandsfähigen und strapazierbaren Baustoff entschieden. Doch auch der härteste Stein hat seine Schwächen, und diese liegen meistens beim Pflegemittel. Naturstein verzeiht zwar extrem viel, aber Sie sollten sich genau informieren, mit welchen Substanzen Sie sich dem Material besser nicht nähern sollten.

    Poren lassen Schmutz hinein

    Naturstein, ganz gleich welche Sorte, mag uns vorkommen wie ein hartes Material, das eine vollkommen geschlossene Oberfläche hat. Besieht man sich den Stein aber unter dem Mikroskop, so erkennt man ein Kapillarsystem mit offenen Poren. Genau diese Poren sind die Schwachstellen von Naturstein, denn durch sie können Flüssigkeiten, Öl und Schmutz eindringen. Durch den Einsatz der richtigen Pflegemittel für Naturstein können Sie die Lebensdauer Ihres Bodenbelags verlängern und die schöne Optik aufrechterhalten. Seien Sie aber vorsichtig, denn die verschiedenen Steinsorten unterscheiden sich nochmals in ihren Eigenschaften. Marmor, Kalkstein und Travertin z.B. sollten Sie niemals mit säurehaltigem Pflegemittel behandeln, denn dieses löst den Kalk an und zerstört die Oberfläche. Für genauere Reinigungs- und Pflegehinweise zu den einzelnen Gesteinsarten können Sie unsere Beiträge lesen, die wir Ihnen am Ende des Beitrags aufgelistet haben.

    Bad mit Badewanne, Wandverkleidung aus Schiefer und hellem Kalkstein Miros als Bodenbelag
    Besonders im Bad ist die korrekte Pflege von Naturstein unabdingbar.

    Imprägnieren ist die halbe Miete

    Vielleicht sogar schon fast die ganze. Die Imprägnierung ist unser bevorzugtes Pflegemittel für Naturstein. Sie wird direkt nach dem Verlegen mit einem Lappen auf den sauberen und trockenen Untergrund aufgetragen. Bei sehr saugfähigen Bodenbelägen muss dieser Vorgang eventuell nach 5 Minuten wiederholt werden. Die Imprägnierung sollte in den Stein einziehen, aber keine Rückstände an der Oberfläche hinterlassen. Was passiert, wenn ein Naturstein imprägniert wird? Das Pflegemittel dringt in den Stein ein und legt sich wie eine hauchdünne Schutzschicht in den Kapillaren ab. Somit werden Flüssigkeiten, Öl und Schmutz nicht eingesaugt, sondern können ganz einfach wieder entfernt werden. Um diesen Schutz aufrecht zu erhalten, sollte die Imprägnierung alle vier Jahre wiederholt werden.

    Küche aus Holz mit Travertinfliese Medium, getrommelt
    In der Küche sollten Sie Natursteinbodenbeläge unbedingt imprägnieren.

    Vertiefte Farbe

    Ein weiteres Pflegemittel für Naturstein, das Sie auch in unserem Sortiment an Zubehör finden, ist der Farbvertiefer. Dieses Produkt zieht in den Stein ein und verstärkt die natürliche Farbe des Materials, sodass ein frischer Nasseffekt entsteht. Aufgrund dieser Wirkung wird Farbvertiefer vor allem bei dunklen Natursteinsorten eingesetzt, da hier die Ursprungsfarbe kaum verändert wird. Bei hellen Steinen hingegen kann sich die Farbe stark verändern, weshalb ein Farbvertiefer zuerst an einer unauffälligen Stelle getestet werden sollte. Das Pflegemittel wird (bei Bedarf ein zweites Mal) mit einer Rolle oder einem Pinsel auf den sauberen, trockenen Naturstein aufgetragen. Besonders praktisch: Das Produkt wirkt wasserabweisend, was die Reinigung des Natursteins vereinfacht. Die Dampfdurchlässigkeit sowie Rutschfestigkeit bleibt natürlich erhalten.

    Neben diesen Pflegemitteln für Naturstein können Sie für die regelmäßige Reinigung eine Wischpflege verwenden. Bei wiederholter Anwendung wirkt sie sich positiv auf das Aussehen des Bodenbelags aus, indem sie Farbe und Struktur des Natursteins verbessert. Natürlich gibt es noch eine Reihe weiterer Pflegemittel, wir empfehlen jedoch besonders diese drei. Sie genügen, um Ihrem Natursteinboden ein langes Leben zu bescheren!

    Alle fachlichen Hinweise in diesem Artikel sind unverbindlich und ersetzen nicht die Kenntnisse eines fachlich geprüften Natursteinverlegers.

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