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    Die 5 häufigsten Naturstein-Verlegefehler

    Wer sich handwerklich betätigen und an ein aufregendes DIY-Projekt wagen möchte, der verlegt seine Natursteinplatten und –fliesen eigenhändig. Damit das Ergebnis sich sehen lassen kann, haben wir für Sie einige der häufigsten Verlegefehler zusammengestellt und erklären, wie Sie sie vermeiden. Beachten Sie unsere Hinweise, und Ihr Projekt wird zum vollen Erfolg!

    1. Die Menge zu knapp kalkuliert

    Schon bei der Beschaffung des Materials sollten Sie einige Punkte beachten. Zunächst einmal sollten Sie nicht den Fehler begehen, den Naturstein zu knapp zu kalkulieren. Bei der Verlegung können immer mal einzelne Fliesen oder Platten zu Bruch gehen und Sie benötigen außerdem Exemplare, die Sie für schwierige Stellen (Heizungsrohre, Treppen, …) zurechtschneiden müssen. Rechnen Sie mit 10% Verschnitt!

    2. Natursteinfliesen – oder platten nicht gemischt

    Um ein einheitliches Gesamtbild zu erhalten, mischen Sie das Material aus allen Lieferkisten, denn Naturstein sieht nicht immer gleich aus: Die Schichten eines Steinbruchs können zwischen verschiedenen Farbnuancen variieren, sodass im Extremfall eine Seite der Terrasse insgesamt dunkler wirkt als die andere. Durch das Mischen der Fliesen und Platten erzeugen Sie ein homogenes Ganzes.

    Wohnzimmer mit Schieferfliese Peacock Multicolor und weissen Wänden
    Besonders der Schiefer Peacock verlangt eine sorgfältige Mischung der Fliesen.

    3. Keine solide Basis

    Bei der Vorbereitung des Untergrunds fängt es an: Vor allem im Außenbereich lassen sich hier viele Fehlerquellen ausfindig machen. Um die Bodenplatten auch bei Minusgraden vor dem Frost zu schützen, sollten Sie unbedingt Staunässe vermeiden. Wasser muss immer abfließen können, weshalb ein Gefälle von mind. 3% notwendig ist. Am sichersten ist die Verlegung auf Splittbett, sodass Regen- und Schmelzwasser nach unten abfließen kann. Das Material unter dem Naturstein sollte nicht eisenhaltig sein, denn sonst könnten Ihre Platten Rostflecken bekommen!

    4. Der falsche Mörtel

    Wenn Sie die Verlegung selbst übernehmen, müssen Sie auch das Zubehör dafür besorgen. Wenn Sie an Ihrem Naturstein nicht irgendwann unschöne Verfärbungen entdecken möchten, achten Sie unbedingt auf den richtigen Mörtel! Dieser sollte für das Material geeignet sein. In unserem Online-Shop finden Sie das passende Zubehör, das abgestimmt auf Ihre benötigte Menge kalkuliert wird. Wenn Sie den richtigen Mörtel gefunden haben, fehlt noch das passende Verfahren: Fliesen mit großen Maßtoleranzen sollten z.B. niemals im Dünnbettverfahren verlegt werden! Mehr zum Thema finden Sie in diesem Beitrag.

    5. Klein aber oho: Fugen

    Beim letzten Schritt, dem Verfugen, können immer noch eine Menge Dinge schief gehen. Wählen Sie die Fugenbreite keinesfalls zu gering, denn sonst kann das Füllmaterial keine Stabilität aufbauen. Die Fugenmasse muss genau die richtige Konsistenz aufweisen: Ist sie zu starr angerührt, bleiben Hohlräume in der Masse bestehen, die sich später als Schwachstellen entpuppen. Ist die Konsistenz zu flüssig, sind die Fugen nicht fest genug. Auch nach dem Verfugen kann man das Ergebnis noch einmal zerstören: Wird der Zementschleierentferner zu früh verwendet, werden die noch nicht vollständig ausgehärteten Fugen mit ausgewaschen. Ein letzter möglicher Fehler: Werden Dehnungsfugen ausgelassen, kann es bei der Ausdehnung des Materials zu Rissen und Sprüngen am Naturstein kommen. Man sagt, dass Dehnungsfugen ab einer Fläche von 5x5 m mit eingeplant werden sollten.

    Sie sehen, die Fehlerquellen liegen im ganzen Verlegeprozess verstreut. Beachten Sie unsere Hinweise und informieren Sie sich z.B. in unserer Verlegerserie, damit bei Ihrem Projekt nichts schiefgehen kann!

    Alle fachlichen Hinweise in diesem Artikel sind unverbindlich und ersetzen nicht die Kenntnisse eines fachlich geprüften Natursteinverlegers.

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