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    Natursteine verfugen

    Das richtige Material macht's

    Fugen stehen im Hintergrund und sind dennoch strukturgebend. Dabei sollen sie vor allem eines nicht: unangenehm auffallen. Durch Fehler beim Natursteine verfugen können aufwendige Reinigungs- und Folgekosten auf Sie zukommen. Mit einer geeigneten Fugenmasse können Sie dies aber leicht verhindern. Als Naturprodukt sind Natursteine anfälliger für Feuchtigkeit, was zu unschönen Verfärbungen führen kann. Wichtig ist daher die Wahl einer schnell trocknenden Fugenmasse. Hier erfahren Sie alles rund um das Thema Natursteine verfugen – von einer geeigneten Fugenbreite und -farbe bis hin zu nützlichen Handlungsanweisungen für Do-it-yourself Heimwerker.

    Fugenbreite und Fugenfarbe – Rustikal oder elegant?

    Bevor Sie Ihre Natursteine verfugen, sollten Sie die Wirkung der Fugenbreite kennen, da diese den Gesamteindruck wesentlich beeinflusst. Einige Natursteinsorten harmonieren wunderbar mit breiten Fugen, andere werden durch schmale Fugen optimal unterstrichen. Schmale Fugen wirken dezent und edel und passen besonders gut zu Natursteinfliesen mit glatter Oberfläche und geraden Kanten. Sie setzen beispielsweise exklusiven Marmor oder edlen Schiefer gekonnt in Szene. Rustikale Natursteinfliesen wie getrommelte Travertine können Ihren Charakter dagegen wunderbar in Verbindung mit breiten Fugen entfalten.

    Die Fugenfarbe spielt eine ähnliche Rolle und sollte daher ebenfalls vor dem Natursteineverfugen bedacht werden. Wenn Sie die Fugenfarbe der Natursteinfliese anpassen, können Sie ein einheitliches Gesamtbild genießen. Die Natursteinfliesen wirken dadurch etwas kompakter. Mit einem Farbkontrast zwischen Fuge und Fliese erhält man ein strukturgebendes Gitternetz, was die Fliesen geometrischer erscheinen lässt. Überlegen Sie sich vor dem Natursteineverfugen, welche Wirkung Sie mit Fugenbreite und Fugenfarbe erzielen wollen. Besonders angesagt ist momentan eine harmonische Raumwirkung, die durch große Fliesen und möglichst wenig Kontraste erzielt wird. In unserem Beitrag über großformatige Fliesen erfahren Sie mehr zu diesem Fliesentrend.

    Rotes Sofa steht auf Travertinfliesen Vanilla Rustica geschliffen und gespachtelt
    Schmale Fugen in einheitlicher Farbgebung schaffen eine edel-harmonische Raumstimmung

    Natursteine verfugen im Innenbereich – Wie geht es?

    Natursteine verfugen ist der letzte Schritt beim Verlegen von Naturstein. Hier ist nochmal volle Konzentration gefragt, damit die Verlegearbeit nicht durch kleine Unachtsamkeiten ruiniert wird. Eine Imprägnierung des Natursteins vor dem Verfugen ist sehr zu empfehlen, da Sie für einen zuverlässigen Basisschutz des Natursteins sorgt.

    Da Natursteine anfällig für Feuchtigkeit sind, sollten Sie keinen herkömmlichen Fugenmörtel verwenden. Durch die lange Trocknungszeit verfärben sich die Ränder der Natursteine und es kommt zu unschönen Flecken. Mit einer speziellen Fugenmasse für Naturstein können Sie die unerwünschten Verfärbungen vermeiden. Der Unterschied liegt in der Trocknungszeit des Fugenmörtels. Fugenmasse zum Natursteineverfugen zeichnet sich durch eine sehr kurze Trocknungszeit von 30-40 Minuten aus. Das beinhaltet jedoch, dass Sie schneller arbeiten und Verschmutzungen schneller entfernen müssen. Festgetrocknete Fugenmasse ist sehr mühsam zu entfernen! Bearbeiten Sie die Fläche daher in mehreren Abschnitten, um nicht in Zeitnot zu geraten.

    Der Fugenmörtel für Naturstein wird in einem Mörteleimer angerührt. Anschließend gießen Sie ihn über die Fliesen und arbeiten ihn mit der Gummilippe diagonal zur Fuge ein. Wenn das Material leicht angetrocknet ist, können Sie die Überreste mit einem Schwamm entfernen. Arbeiten Sie hier auch diagonal zur Fliese, um den Mörtel nicht wieder aus den Fugen auszuwaschen! Wenn die Trocknungszeit abgelaufen ist, entfernen Sie den Mörtelschleier mit einem Baumwolltuch. Allgemein ist das Natursteineverfugen mit glatten und polierten Fliesen einfacher als bei unebenen und rauen Oberflächen, da die Rückstände des Fugenmörtels leichter zu entfernen sind. Achten Sie daher bei rauen Flächen besonders auf die Einhaltung der Trocknungszeit!

    Die Fugen an Wand und Raumübergängen werden als Dehnungsfugen separat bearbeitet: Kleben Sie die Fugenränder mit einem Malerband ab und füllen Sie Natursteinsilikon mit einer Kartusche ein. Anschließend streichen Sie das Silikon glatt und entfernen das Malerband. Ist alles glatt gelaufen, können Sie sich nun an wunderbar zurückhaltenden Fugen erfreuen.

    Unser Tipp zur Fugenmasse:

    Sie wollen Ihre Natursteine verfugen und wissen nicht, welche Fugenmasse optimal zu Ihren neuen Natursteinfliesen oder Natursteinplatten passt? In unserem Onlineshop zeigen wir Ihnen die passende Fugenmasse zu Ihrem Wunschnaturstein an und berechnen die geeignete Menge für Ihren Bedarf. Geben Sie dazu die gewünschte Quadratmeteranzahl Ihres Natursteins bei der Bestellung an und schauen Sie im Warenkorb nach.

    Sie sehen: Natursteine verfugen ist nicht schwer. Mit der richtigen Fugenmasse und einer zügigen Arbeitsweise vermeiden Sie unschöne Flecken und ersparen sich viel Zeit und Geld zum Ausbessern kleiner aber folgenträchtiger Fehler.

    Alle fachlichen Hinweise in diesem Artikel sind unverbindlich und ersetzen nicht die Kenntnisse eines fachlich geprüften Natursteinverlegers.

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