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    Italienischer Granit

    Elegant und robust zugleich

    Italien und Natursteine – da kommt einem als Erstes der Carrara-Marmor in den Sinn. Doch auch wenn Italiens Natursteinhandel von dem „weißen Gold“ dominiert wird, ist die Bedeutung von Granit nicht zu unterschätzen. Italienischer Granit hat Tradition: Seit über 500 Jahren wird er in dem südeuropäischen Land abgebaut.

    Italienischer Granit – ein Spitzenprodukt

    Italienischer Granit weist eine einmalige Qualität auf. Seine Härte und Dichte sind bemerkenswert und machen den Naturstein zum perfekten Baumaterial. Kein Wunder, dass italienischer Granit eine große wirtschaftliche Bedeutung im Bauwesen hat. Doch der Granithandel wurde zeitweise auf eine wirklich harte Probe gestellt, als immer mehr billiger produzierte Konkurrenzprodukte aus fernen Ländern gekauft wurden. Heute legen viele Menschen wieder Wert auf regionale Produkte, was dem italienischen Granit zu Gute kommt: Ein Großteil der europäischen Granitimporte wird über Italien abgewickelt. Italienischer Granit ist auch etwas Besonderes: Anders als die meisten Granitsorten strahlt er in bunten Farben. Italienischer Granit sieht aber nicht nur gut aus, der  widerstandsfähige Naturstein ist wetterfest und lässt sich hervorragend polieren und schleifen. Ein wirklich toller Stein, der praktisch und ästhetisch zugleich ist!

    Universalplatte als Teichumrandung mit Gräsern im Vordergrund
    Im Garten muss Granit einiges aushalten.

    Granitregion Gallura

    Gallura liegt im Nordosten von Sardinien. Manch einer kennt diese Region vielleicht wegen des Weißweins Vermentino di Gallura, der den hauptsächlichen Teil des primären Wirtschaftssektors abdeckt. Ausschlaggebend für den sekundären Sektor ist der Granitabbau am Limbara-Massiv. Italienischer Granit stammt meistens aus dieser Region, wo er vor 330 Millionen Jahren entstand, als Magmakammern mit großem Volumen unter der Erdkruste langsam kristallisierten. Zwei bekannte Granitsorten aus Gallura sind Bianco Sardo und Rosa Sardo. Während Bianco Sardo, wie der Name schon sagt (bianco = ital. weiß), vorrangig weiß ausfällt, ist Rosa Sardo ein rötlicher italienischer Granit mit einer groben Körnung und bis zu 3 cm großen Kristallen. Diese Alkalifeldspäte schimmern durch das Mineral Hämatit, das auch in rotem Schiefer vermehrt vorkommt, in allen erdenklichen Rosa- und Rottönen. Italienischer Granit aus Gallura ist überall auf der Insel an historischen und profanen Bauwerken zu bestaunen, erst seit 1960 wird der Rosa Sardo international verwendet.

    Nahaufnahme Granitplatte Padang Dunkel mit engen Fugen
    Anders als der Padang Dunkel ist italienischer Granit sehr farbenfroh.

    Italienischer Granit, eine bunte Angelegenheit

    Italienischer Granit ist vor allem für die hohe Intensität und Farbkraft bekannt. Neben dem Rosa Sardo gibt es viele weitere farbenfrohe Sorten, insbesondere was die Rotpalette betrifft. Mit Granitsorten wie dem Rosa Baveno oder dem Rosso Pantheon wird beinahe jede Nuance von Rot und Rosa abgedeckt. Daneben findet man Granite in grünen, orangenen, braunen, blauen und natürlich weißen und grauen Abstufungen. Mit dieser Farbauswahl  lassen sich unterschiedlichste Wohnträume aus Granit verwirklichen: Ob modern, klassisch, natürlich oder extravagant, italienischer Granit lässt sich problemlos in jede Stilrichtung integrieren. Doch auch graue Natursteine liegen im Trend! Dank der Widerstandsfähigkeit des Materials eignet sich italienischer Granit sowohl für den Innenbereich, als auch für die Verwendung als Bodenplatte. Zusätzlich ist die Pflege von Granit praktischerweise total leicht. Granit ist einfach ein toller Naturstein!

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