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    Polygonalplatten verlegen

    Die DIY-Terrasse durch Dickbettverfahren

    Wenn Sie sich einen Naturstein wünschen, der Ihre Terrasse auflockert, könnten Sie z.B. Polygonalplatten verlegen. Die unregelmäßig geformten und unterschiedlich großen Bruchstücke wirken weniger streng als Platten mit geraden Kanten. Auch die Verlegung unterscheidet sich etwas vom üblichen Vorgehen.

    Polygonalplatten verlegen: Vorbereitung ist alles

    Wenn Sie Polygonalplatten verlegen, sollten Sie vor allem die Vorbereitung ausgiebig planen. So sparen Sie Zeit und Nerven, die vor allem dann wichtig sind, wenn der Mörtel bereits angerührt oder sogar schon auf dem Untergrund verteilt ist. Bei Polygonalplatten sollte man sich immer vorher überlegen, wie diese angeordnet werden. Aufgrund der unregelmäßigen Formen ist es wie eine Art Puzzle, das zusammengesetzt werden muss. Und das kann unter Umständen länger dauern, als der Mörtel feucht bleibt. Legen Sie also die Platten vorher einmal „trocken“ aus und achten Sie dabei darauf, dass die Fugen nicht breiter als 2 cm sind. Ein schönes Gesamtbild ergibt sich, wenn Polygonalplatten unterschiedlicher Größe gemischt werden. Exemplare mit teilweise geraden Kanten bieten sich vor allem für den Rand der Fläche an. Sind Sie mit der Anordnung zufrieden, nummerieren Sie die Platten auf der Rückseite, indem Sie die Zahlen auf ein Stück Klebeband schreiben. Wenn Sie damit fertig sind, fotografieren Sie das Muster ab, damit Sie es beim Verlegen eindeutig rekonstruieren können.

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    Zu manchen Terrassen passen regelmäßig geformte Platten einfach besser.

    Der Untergrund für die Verlegung

    Bevor Sie die Polygonalplatten verlegen, sollten Sie z.B. mit Hilfe von Unterlagsboden für einen möglichst gleichmäßigen Untergrund mit einem Gefälle von ca. 2% sorgen. Die Fläche, auf die der Natursteinmörtel aufgetragen wird, sollte vorher gereinigt werden. Ist der Untergrund sauber und trocken, können Sie mit dem Verlegen beginnen. Rühren Sie den Mörtel und die Zementhaftschlämme gleichzeitig an, denn diese beiden Komponenten müssen nass in nass aufgetragen werden. Zunächst wird die Zementhaftschlämme auf dem Untergrund verteilt und während sie noch feucht ist, der Mörtel darüber gegeben. Dieser sollte eine steife Konsistenz (nicht zu flüssig, sonst verschieben sich die Polygonalplatten gegenseitig!) aufweisen und ca. 4 cm dick aufgetragen werden. Glätten Sie die Oberfläche des Mörtels, indem Sie zwei Holzstücke mit einer Höhe von 4 cm an den Rand des Bereiches legen und mit einem Abziehbrett auf den Oberkanten entlangfahren.

    Die finalen Schritte

    Nun können Sie die Polygonalplatten verlegen, hierbei orientieren Sie sich an Ihrem Foto und den aufgeklebten Nummern. Legen Sie die Platten auf das Mörtelbett auf und klopfen Sie sie mit einem Gummihammer an. Mit einer Wasserwaage können Sie kontrollieren, ob die Polygonalplatten gleichmäßig hoch ausgerichtet sind. Sind alle Platten auf dem Mörtel platziert, kratzen Sie diesen mit einer Fugenkelle soweit aus den Fugen heraus, dass diese eine Tiefe von ca. 2 cm aufweisen. Ist der Mörtel dann ausgehärtet, kann endlich die Fugenmasse aufgetragen werden. Ganz zum Schluss, wenn alles trocken ist, können Sie die Fläche mit Zementschleierentferner reinigen, um überschüssiges Material zu entfernen. Fertig ist Ihre eigenhändig verlegte Polygonalplatten-Terrasse!

    Alle fachlichen Hinweise in diesem Artikel sind unverbindlich und ersetzen nicht die Kenntnisse eines fachlich geprüften Natursteinverlegers.

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