Artikelinhalte

    Portugiesischer Schiefer oder auch Porto-Schiefer

    Der Marmor unter den Schiefern?

    Sucht man nach Schiefer, so kommt man an portugiesischem Schiefer (oder auch Porto-Schiefer genannt) nicht vorbei. Portugiesischer Schiefer ist eine Art „Label“, ähnlich dem Bostitch unter den Heftern. Doch wie unterscheidet sich portugiesischer Schiefer von anderen Schiefersorten und welche Schiefersorten können eine preisgünstige Alternative sein? Auf diese Fragen möchten wir in diesem Artikel näher eingehen.

    Was macht portugiesischen Schiefer besonders?

    Portugal – im Norden satte Grünflächen, im Süden Olivenbäume und Korkeichen. Das Urlaubsland auf der iberischen Halbinsel ist nicht nur für Portwein oder Fado Blues bekannt. Ähnlich italienischem Marmor ist auch portugiesischer Schiefer jedem Schieferliebhaber ein Begriff. Seinen Namen verdankt Porto-Schiefer vermutlich seiner Herkunft: Der Tagebau im Campo-Valongo Tal liegt nahe der Stadt Porto, im Nordwesten Portugals. Hier findet man den dunkelgrau bis tiefschwarzen Schiefer, der für seine raue Oberfläche und die hin und wieder auftretenden Quarznester geschätzt wird. Im Vergleich zu Schiefer aus anderen Ländern wird portugiesischer Schiefer relativ teuer gehandelt.

    Gibt es preisgünstige Alternativen?

    Wie Schiefer aus anderen Ländern ist auch portugiesischer Schiefer vor 400 Millionen Jahren im sogenannten Ordovizium entstanden. Die meisten grauen oder schwarzen Schiefer sehen sich sehr ähnlich und können von einem Laien kaum dem Herkunftsland zugeordnet werden. Daher stellen wir uns die Frage: Gibt es Schiefer aus anderen Ländern, die ähnlich aussehen, zu einem attraktiveren Preis? Leidet darunter die Qualität oder zahlt man lediglich für das „Label“ Porto? Portugiesischer Schiefer ist relativ dunkel, spaltrau und sieht dem preisgünstigeren Schiefer Black Rustic aus Brasilien zum Verwechseln ähnlich. Die edel-dunkle Farbgebung in Verbindung mit der rauen Spaltung lassen beide Schiefervarianten in rustikaler Eleganz erstrahlen. Um die Frage nach Qualitätsunterschieden zu beantworten, muss etwas weiter ausgeholt werden: In Bezug auf die Widerstandsfähigkeit unterscheidet sich portugiesischer Schiefer nicht vom brasilianischen Black Rustic. Schiefer an sich ist ein relativ weicher, aber pflegeleichter Naturstein. Schaut man sich die Maßtoleranzen an, so schneidet portugiesischer Schiefer besser ab als der brasilianische Black Rustic. Maßtoleranzen geben an, inwieweit die Plattendicke variiert. Größere Abweichungen müssen bei der Verlegung ausgeglichen werden.

    Zusammenfassend lässt sich sagen, dass man beim portugiesischen Schiefer für den bekannten Namen tiefer in die Tasche greifen muss. Qualitativ gesehen bekommt man für den höheren Preis einen Schiefer, der weniger in der Plattendicke variiert und daher unkomplizierter zu verlegen ist. In puncto Optik und Widerstandsfähigkeit finden sich jedoch kaum Unterschiede zum preiswerteren Black Rustic aus Brasilien. Sollten Sie sich für die preiswerte Alternative entscheiden, empfehlen wir eine Verlegung im Mittel- oder Dickbettverfahren. Der brasilianische Schiefer Black Rustic ist nicht nur als Fliese für den Innenbereich, sondern auch als Terrassenplatte erhältlich. Interessieren Sie sich für hellere oder farbenfrohere Varianten von Schiefer? In unserem Beitrag zu grauem Schiefer erfahren Sie mehr.

     

     

     

    Bad mit weissen Wänden und Holzelementen, Schieferfliesen als Bodenbelag
    Auch in Nassbereichen lässt sich die Schieferfliese Black Rustic als Bodenbelag verwenden

    Standard-Autor

    Weitere Beiträge, die Sie auch interessieren könnten: