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    Spanischer Schiefer

    Antworten auf die Top drei Fragen

    Brasilianischer, portugiesischer oder spanischer Schiefer? Oder doch Schiefer aus Afrika oder Indien? Sehr viele Herkunftsländer machen die Entscheidung für einen bestimmten Schiefer schwer und stellen den Schieferinteressierten an die Grenze der Überforderung. Neben dieser riesigen Auswahl kommt hinzu: Verschiedene Schiefer in Grautönen unterschieden sich optisch relativ wenig voneinander. Für den Laien ist ein grauer Schiefer kaum dem Herkunftsland zuzuordnen. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage: Wie schneidet spanischer Schiefer im Vergleich ab und welche Argumente sprechen für ihn? Finden Sie hier Antworten auf die Top drei Kriterien Qualität, Verfügbarkeit und Preis von spanischem Schiefer!

    Ist spanischer Schiefer qualitativ hochwertiger als andere Schiefersorten?

    Qualität – was heißt das bei Natursteinen? Von Bedeutung sind hier Widerstandsfähigkeit und Maßtoleranz: Widerstandsfähigkeit kann man mit der Haltbarkeit von Produkten vergleichen, Maßtoleranzen sind die Unterschiede in der Plattendicke und spielen bei der Verlegung eine Rolle. Spanischer Schiefer unterscheidet sich in Bezug auf die Widerstandsfähigkeit kaum von Schiefersorten aus anderen Ländern. Schiefer gehört allgemein zu den weicheren und dennoch pflegeleichten Natursteinen. In puncto Widerstandsfähigkeit hebt er sich daher nicht besonders von anderen Schiefersorten ab. Vergleicht man die Maßtoleranzen von Schiefer aus verschiedenen Ländern, so kann spanischer Schiefer klar punkten! Während die Plattendicke beispielsweise bei der indischen Schiefersorte Black Rustic im Millimeterbereich variiert, liegt die Varianz bei spanischem Schiefer nur bei etwa 0,5mm! Das erleichtert die Verlegung ungemein, da unterschiedlich dicke Fliesen oder Platten nicht durch den Untergrund ausgeglichen werden müssen. Die Frage nach der Qualität kann daher nicht eindeutig beantwortet werden: Während spanischer Schiefer sich in Bezug auf die Maßtoleranzen  von einigen Schiefersorten wie beispielsweise dem Indischen abhebt, sind bei der Widerstandfähigkeit keine besonderen Auffälligkeiten zu finden.

    Ist spanischer Schiefer besser verfügbar als andere Schiefersorten?

    Spanischer Schiefer wird sowohl im Tagebau als auch Untertage in den Regionen Kastilien und León, Galizien und Extremadura abgebaut. Je nach Beschaffenheit und Güte kann er als Bodenbelag, zur Dachabdeckung oder als Arbeitsplatte eingesetzt werden. Auch eingehende Recherchen haben kein eindeutiges Ergebnis zur langfristigen Verfügbarkeit ergeben. Spanien ist mit etwa 40 Jahren Schieferabbau ein relativ junges Produzentenland. Betrachtet man die aktuelle Marktpräsenz, so zeigt sich ein klares Ergebnis: Spanischer Schiefer ist momentan der meist verkaufte Schiefer weltweit und liegt damit noch vor den traditionellen Abbauländern Frankreich oder Deutschland! Bei der Frage nach der aktuellen Verfügbarkeit kann spanischer Schiefer daher klare Pluspunkte sammeln.

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    Mit seiner blaugrauen Farbgebung ähnelt spanischer Schiefer dem brasilianischen Schiefer Mustang, der auf diesem Bild zu sehen ist.

    Wie schneidet spanischer Schiefer im Preisvergleich ab?

    Preislich liegt spanischer Schiefer im mittleren Bereich zwischen dem etwas teureren Porto-Schiefer und dem preiswerten brasilianischem Schiefer. Optisch gesehen unterscheidet er sich wenig vom günstigeren Schiefer Mustang aus Brasilien. Regionale Aspekte sprechen wiederum für den Spanier. Welche Alternative für Sie ansprechender ist, liegt bei Ihnen – auf das elegante Ambiente des edel-dunklen Schiefers müssen sie jedenfalls bei keiner der beiden Varianten verzichten.

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