Artikelinhalte

    Natursteinplatten auf dem Balkon

    In 3 Schritten zum Natursteintraum auf Balkonien

    Das Leben in der Stadt hat einige Vorzüge. Stadtbewohner schätzen die zentrale Lage, Lebendigkeit und Vielfältigkeit des urbanen Raumes. Ruhe ist hier oft Mangelware. Umso besser ist es, wenn man sich im Sommer auf einen Balkon mit Naturstein zurückziehen und entspannen kann. Damit Sie bei der Planung und Verlegung von Natursteinplatten auf dem Balkon auch alles richtig machen, haben wir einige Tipps für Sie zusammengestellt.

    Was muss ich vor der Entscheidung für Naturstein auf dem Balkon beachten?

    Vor der Entscheidung für einen neuen Bodenbelag müssen gerade bei einem Verlegeort, wie dem Balkon einige Dinge beachtet werden. Das Wasser muss gut abfließen können, da der Bodenbelag allen Witterungsbedingungen ausgesetzt ist. Der Unterboden sollte unversehrt sein und ein Gefälle von 2-3% in Richtung der Regenrinne aufweisen. Ansonsten kann es zu unschönen Rissen in der Fliese, sowohl bei Naturstein, als auch anderen Materialien kommen.

    Sehr wichtig ist zudem die Einhaltung der zugelassenen Traglast des Balkons. Je nach Art des Balkons unterscheidet sich diese. In der Regel halten Balkone nicht mehr als 300 bis 500 kg pro Quadratmeter aus. Deshalb sollten Sie unter Umständen einen Fachmann zu Rate ziehen.

    Wegen der Statik muss der Fokus deshalb auch auf das Gewicht des jeweiligen Bodenbelags gelegt werden. Die Natursteinplatten aus unserem Sortiment wiegen bei einer Dicke von 3 cm durchschnittlich circa 80 Kilogramm pro Quadratmeter.

    Bei der Planung muss ebenso die Aufbauhöhe beachtet werden. Sollte ein unebener Untergrund vorliegen, wird die Verwendung von mehr Natursteinkleber notwendig und die Aufbauhöhe damit größer. Möglicherweise wird diese durch Trittflächen von innen nach außen oder ein Balkongeländer limitiert.

    Welcher Stein passt auf meinen Balkon?

    Ähnlich wie kleine Bäder, bieten auch Balkone meist wenig Platz. Aus diesem Grund ist die Formatwahl des Bodens wichtig. Kleine Formate auf kleinen Flächen zu verlegen lässt Räume oder Balkone winzig erscheinen. Wer sein Balkönchen optisch vergrößern möchte, greift zu großformatigen Platten. Diese wirken gleichzeitig modern und verleihen Weite. Neuzeitlich und gleichzeitig gemütlich wirkt ebenso die Kombination Holz und Stein. Der Schiefer Black Rustic harmoniert mit seiner dunkelgrauen Farbgebung beispielsweise wunderbar mit kräftigen Brauntönen.

    Terasse mit Topfpflanzen und Schiefer Black Rustic als Bodenbelag, rechts ist eine Hauswand aus Backsteinen zu sehen
    Dunkelgrauer Schiefer im Format 30 x 60 harmoniert sowohl mit starken Brauntönen als auch mit saftigem Grün.

    Auch sehr gut für den Balkon geeignet ist Travertin. Er kann je nach Oberflächenbearbeitung eher modern oder mediterran und rustikal wirken. Getrommelte Oberflächen versprühen ländlichen, rustikalen Charme, während fein geschliffene Oberflächen Modernität und Eleganz ausstrahlen.

    Wer eine mediterrane Atmosphäre bevorzugt, für den bietet sich die Kombination aus Travertin Medium und nostalgischen Gartenmöbeln aus Metall an. Passend dazu können Blumentöpfe aus Terrakotta ergänzt werden. So lässt sich der Sommer auf dem Balkon aushalten!

    Travertinplatte Medium getrommelt ID541
    Die kleinen Löchlein im Travertin Medium machen seinen einzigartigen Charme aus.

    Verlegung und Pflege

    Bei der Verlegung ist darauf zu achten, dass das Verfahren zur Frostsicherheit führt, sodass auch bei Minusgraden keine Schäden entstehen. Aus demselben Grund muss Regen- und Schmelzwasser immer die Möglichkeit haben, abzufließen. Aus diesem Grund ist ein Gefälle von mindestens 2% dringend zu empfehlen.

    Als Verlegeverfahren kommt die Verlegung auf Splittbett, in gebundener Weise oder auf Stelzlager in Frage.

    Da Natursteinplatten auch auf dem Balkon jeglicher Witterung ausgesetzt sind, empfehlen wir die Oberfläche mit einer Imprägnierung zu schützen. Nach der Verlegung wird der Stein zuerst von Verlegematerialresten durch einen Grundreiniger für Naturstein befreit und anschließend imprägniert. Um dauerhaften Schutz zu gewährleisten, sollte der Vorgang der Imprägnierung alle vier Jahre wiederholt werden.

    Eine Reinigung mit Wasser reicht in der Regel aus. Sollten hartnäckigere Flecken auftreten, wie zum Beispiel Laubreste oder Moos, kann ein Grundreiniger für Naturstein auch hier helfen.

    Als Praxistipp zum Schluss: Auch die Zustellung bedarf detaillierter Planung! Einige Speditionen stellen für die Zustellung einen Kran zur Verfügung.

    Alle fachlichen Hinweise in diesem Artikel sind unverbindlich und ersetzen nicht die Kenntnisse eines fachlich geprüften Natursteinverlegers.

    [Fotos v.o.n.u.: ,,France (Carcassonne) Balcony Flowers‘‘ von Güldem Üstün unter CC-Lizenz, stonenaturelle, stonenaturelle]

     

    Standard-Autor

    Weitere Beiträge, die Sie auch interessieren könnten: