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    Das Format machts!

    Groß oder Klein?

    Auf der Suche nach einem geeigneten Boden stellt sich zunächst die Frage: Welches Material soll es sein? Wenn diese beantwortet ist, gilt es allerdings eine zweite, ebenso bedeutende Frage zu klären. Welches Fliesenformat passt für mich? Um die Antwort darauf zu erleichtern, möchten wir verschiedene Formate im Folgenden vorstellen und auf ihre Wirkung eingehen:

    Zu allererst sei gesagt: Verschiedene Formattypen können die Wirkung des Raumes bedeutsam beeinflussen.

    Größere Fliesen wirken meist ruhiger und können einen Raum durchaus visuell vergrößern, sie geben dem Raum mehr Weite. In kleinen Räumen empfiehlt es sich daher, ein großes Format zu wählen. Die großen Formate werden nicht so häufig durch Fugen unterbrochen und wirken daher einheitlicher als kleine. Vor allem im Badezimmer ist das praktisch, da es nicht nur optisch einiges hermacht, sondern eine kleinere Anzahl Fugen auch weniger Schmutz auffangen.

    Besondere Formate

    Verlegen wie in der Antike

    Man kann sich neben einfachen Formaten der Fliesen natürlich auch für ein besonderes Verlegemotiv, wie zum Beispiel den Römischen Verband, entscheiden. Dies ist eine Kombination aus mehreren verschiedenen Formaten. Im klassischen Beispiel, welches auch unten aufgezeigt ist, besteht das Verlegemotiv aus vier verschiedenen Formaten, welche mit sechs Platten oder Fliesen einen Verband bilden. Besonders ist hierbei, dass die zwei Verbände ein Muster bilden, das sich immer wieder wiederholt. Ein Eindruck von Unordnung entsteht, was für die meisten sehr interessant ist.

    In Kombination mit einem Travertin wie dem Medium, der sich meist durch seine mediterranen Farben auszeichnet, schafft dies ein Stück Geschichte im eigenen Reich. Ergänzen lässt sich dies wunderbar durch eine Einrichtung, die am Landhausstil orientiert ist. Der Raum schafft so eine Harmonie und Wärme durch die mediterranen Farben.

    Zeichnung des Verlegemusters „Römischer Verband“
    Küche aus Holz mit Travertinfliese Medium, getrommelt
    Gemütliches Feeling durch die Kombi Landhausstil und Travertin Medium im Römischen Verband

    Klein aber fein: Das Mosaik

    Wer seinen Räumlichkeiten einzigartigen Charakter verleihen will, für den ist das Mosaik eine attraktive Möglichkeit. Es sind nahezu alle denkbaren Kombinationen, so wie uni oder farbenfroh, rund oder eckig, groß oder klein, möglich. Auch beim Material kann man zwischen Keramik, Glas und Stein wählen.  Ebenso groß wie der Gestaltungsspielraum ist daher auch die Wirkungsvielfalt.

    Bunte Kombinationen schaffen vor allem Lebendigkeit und Frische. Diese Variante wird oft im Bad gewählt, und schafft bereits nach dem Aufstehen gute Laune.  Für die Luxuriösen unter uns bietet sich eine einfarbige, eventuell glänzende Variante des Mosaiks an. Dies wirkt mit Sicherheit elegant und setzt spannende Akzente.

    Eines haben alle Mosaikvariationen gemeinsam: Sie geben Charakter und Einzigartigkeit.

    Mal was anderes: Sechseckige Fliesen

    Bekannt sind sechseckige Fliesen eher aus der Vergangenheit, nämlich aus den Zwanzigern. Was aber nicht heißt, dass dies immer altmodisch aussehen muss. .Das Format der Fliesen verleiht dem Raum in jedem Fall einen besonderen Charakter.  Vorteilhaft an sechseckigen Fliesen ist, dass es sehr viele Möglichkeiten gibt, diese zu gestalten. Ähnlich wie beim Mosaik lassen sie ein Spiel mit Farbe, Beschaffenheit und Material wie zum Beispiel Feinsteinzeug oder Zement, zu. Je nach Wunsch und Geschmack wird dadurch der Raum individualisiert.

    Nach dem Motto ,,Aus alt mach neu‘‘ werden unzählige neue Trends in allen Branchen gesetzt, genau wie dieser: Fliesen in 3D-Optik.

    Die Kombination aus den sechseckigen, alten Fliesen und 3D-Technik schafft eine Innovation. Man kann sich in den Mustern der 3D-Fliesen regelrecht verlieren und sie bieten definitiv eine willkommene Abwechslung.

    Stein trifft Holz

    Längliche Formate: man kennt sie vor allem von Holzböden wie Laminat oder Dielenböden. Sie gelten als warm und gemütlich. Diese Formate lassen sich aber auch auf andere Bodenbeläge, wie Fliesen aus Naturstein übertragen. Dies ist besonders interessant, weil die beiden natürlichsten aller Bodenbeläge oft miteinander konkurrieren.

    Man schafft so etwas neues, und Holz und Stein treffen sich in der Mitte. Stein in ,,Holzformat‘‘ schafft eine Abwechslung zu den herkömmlichen Formaten. Ausgesprochen harmonisch wirkt es, wenn beide Böden verlegt werden und hierbei das gleiche Format verwendet wird. Die beiden treffen sich an der Schwelle von einem Zimmer zum nächsten und schaffen durch das universale Format eine fließende Verbindung. Optisch beruhigt das ungemein.

    Last but not least: Die Verlegerichtung. Sie verändert die wahrgenommene Breite und Länge eines Raumes erheblich. Gerade bei Räumen mit ungleichen Seiten ist das praktisch, da man so einen Ausgleich schaffen kann. Es gilt grundsätzlich: Wird ein Boden parallel zur längeren Seite verlegt, wirkt diese noch länger. Bei einer Querverlegung ist genau das Gegenteil der Fall, der Raum wirkt breiter. Man muss sich also nicht immer mit den Gegebenheiten abfinden, sondern kann einen optischen Ausgleich schaffen.

    Fakt ist: Das Format ist nicht nebensächlich. Es gibt unzählige Möglichkeiten die Wirkung des Raumes durch Formate zu beeinflussen. Von groß, klein hin zu rechteckig, sechseckig oder rund ist alles möglich.

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