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    Liesberger Kalkstein

    Eine Schweizer Besonderheit

    Es war einmal…

    Vor 160 Millionen Jahren bedeckte das Jurameer die Schweiz. Zu dieser Zeit lebten hier Ammoniten und Meeres-Saurier, deren fossile Rückstände sich neben pflanzlichen Resten aus der Urzeit heute im Liesberger Kalkstein wiederfinden. Liesberg (oder Liesbärg) liegt im Bezirk Laufen im Kanton Basel-Landschaft, also dem direkten Nachbar-Kanton unseres Showrooms in Basel. Die Gemeinde war bereits im 18. Jahrhundert ein Zentrum der kalk- und zementverarbeitenden Industrie in der Schweiz. Schon zu damaliger Zeit erfolgte ein immenser Gesteinsabbau, bis der letzte Betrieb 1982 geschlossen wurde.

    Besondere Beschaffenheit

    Der Liesberger Kalkstein hat einige besondere Eigenschaften: Zum einen zählt er zu den Kalkoolithen, auch Eiersteine genannt. Das bedeutet, dass Ooide (kleine Mineralkügelchen) durch Kalk miteinander verbunden sind und die Grundlage des Materials bilden. Diese Kügelchen entstehen, wenn Schwebeteilchen im warmen, kalkübersättigten Wasser durch die natürliche Wellenbewegung von Kalk umhüllt werden. Zum anderen zählt der Liesberger Kalkstein zu der kleinen Gruppe der fünf Kalksteine, die sich beflammen lassen. Diese Art der Oberflächenbearbeitung macht den Naturstein gleichmäßig rau und sorgt für eine besondere Farbtiefe. Diese kann man dann in Beige-, Gelb- und Rottönen bewundern. Der Liesberger Kalkstein ist also etwas ganz Besonderes!

    Detailaufnahme Kalksteinplatte Blaustein Ocean Blue mit geflammter Oberfläche
    Bei geflammtem Kalkstein wirken Farben besonders tief.

    Ein Naturstein, viele Anwendungsgebiete

    Der Liesberger Kalkstein eignet sich für eine Vielzahl von Anwendungsbereichen. Da er frostsicher ist und über eine niedrige Wasseraufnahmefähigkeit verfügt, kann er hervorragend beim Bau von Brunnenanlagen eingesetzt werden. Fassaden ziert er ebenso wie Grabmale. Innerhalb des Hauses wird der Liesberger Kalkstein häufig für Küchen- oder  Cheminéeabdeckungen gebraucht. Der Kalkstein wird auch rund ums Haus, nämlich für Treppenanlagen oder Tür- und Fenstereinfassungen, verwendet. Im Garten kommen Rohlinge des Natursteins zum Einsatz. Schließlich gibt der Liesberger Kalkstein mit seiner spannenden Maserung auch einen wunderschönen Bodenbelag ab. Allerdings ist es ganz egal, wie der Naturstein verwendet wird, denn er macht an allen Orten eine gute Figur.

    Zwei grüne Glasvasen auf verlegtem Kalkstein Miros
    Die Natursteinfliese Miros ist ein Kompliment an Ihre Füße.

    Kalkstein erobert die Böden

    Die Gruppe der Kalksteine weist beinahe die gleichen technischen Eigenschaften wie Marmor auf. Zunehmend wird Kalkstein als Bodenbelag verwendet, da seine meist erdfarbenen Töne eine warme Atmosphäre ausstrahlen und Wohnräumen zu einer besonderen Behaglichkeit verhelfen. Diesen Vorzug verspricht auch die Kalksteinfliese Miros, die durch ihre besonders homogene Farbgebung angenehm ruhig wirkt. Sie eignet sich durch ihre natursamte Bürstung bestens für den Innenbereich, denn barfüßig fühlt sie sich sehr sanft an. Auch für den Außenbereich bieten wir eine große Auswahl an Kalksteinplatten an, die echte Alternativen für den Liesberger Kalkstein darstellen können.

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