Artikelinhalte

    Kanfanar Naturstein - Giallo d‘Istria

    Der Kalkstein von der Halbinsel

    Der Kanfanar Kalkstein trägt den Namen des Dorfes, an dessen Rand der Steinbruch liegt, aus dem der Naturstein entnommen wird. Kanfanar liegt auf der größten Halbinsel an der nördlichen Adria: Istrien in Kroatien. Kein Wunder, dass hier neben dem Kanfanar Kalkstein auch noch die bekannten Sorten Kirmenjak und Selina abgebaut werden, denn die Halbinsel besteht zu großen Teilen aus Kalkgestein. Der Kanfanar Naturstein wird zurecht auch Giallo d’Istria genannt (was aus dem Italienischen übersetzt so viel wie „Gelb von Istrien“ bedeutet). Der Kalkstein weist einen hellgelben bis beigen Farbton auf, was ihn für die Gestaltung im mediterranen Stil hervorhebt.

    Robust und unkompliziert

    Kroatien verfügt über rund 100 Steinbrüche, von denen ca. 35 momentan in Betrieb sind. Bezeichnend für kroatische Natursteine, und ganz besonders den Kanfanar Naturstein, ist die hohe Widerstandsfähigkeit, die viele Kalksteine nicht aufweisen können. Doch gerade in Kombination mit der Frost- und Tausalzbeständigkeit ist der Kanfanar Naturstein ein für den Außenbereich bestens geeignetes Produkt, um das man sich auch im Winter nicht sorgen muss. Vervollständigt werden diese vielversprechenden Eigenschaften von der einfachen Handhabung der Pflege: Verschmutzungen können einfach mit einem feuchten Lappen abgewischt werden.

    ID692 Kanfanar Rialtobruecke
    Der Kanfaner Naturstein verziert schon seit Jahrhunderten das Stadtbild von Venedig.

    Im Kanfanar Naturstein steckt noch mehr

    Schon durch die richtige Oberflächenbearbeitung lässt sich der Kanfanar Kalkstein wunderschöne Farbnuancen entlocken. Diese bleiben auch bei der Verwendung im Außenbereich lange erhalten, denn der Naturstein ist sehr abriebfest. Selbst hohem Druck trotzt er, während er dank seiner kompakten Struktur über eine sehr geringe Wasseraufnahmefähigkeit verfügt. Diese vielen tollen Eigenschaften führten den Kanfanar Naturstein von Kroatien nach Italien, wo er in vielen Städten und Dörfern als Baumaterial diente. Venedig ist sogar zu 90% aus diesem widerstandsfähigen Naturstein erbaut, der alle erdenklichen Umweltbedingungen zu meistern scheint. Er wird, wie auch der Dietfurter Kalkstein, besonders gerne für den Bau von Mauern verwendet.

    Geflammter Kalkstein: samtweiche Oberfläche

    Die Oberflächenbearbeitung des Beflammens lässt die Mineralien an der Oberfläche des Natursteins platzen, wodurch sich diese sehr regelmäßig aufraut. Normalerweise sind weiche Natursteine, zu denen auch der Kalkstein zählt, nicht für diese Bearbeitung geeignet. Doch der Kanfanar Naturstein ist einer von nur fünf Kalksteinen weltweit, der dieser Prozedur aufgund seiner hohen Dichte standhält. Wie beim Kanfanar Naturstein bewirkt die Bearbeitungsmethode auch bei anderen Natursteinen, dass die Oberfläche wunderbar sanft ist und sich die Platten beim Darüberlaufen besonders angenehm anfühlen. Auch die leichte Pflegbarkeit mittels eins feuchten Lappens ist dadurch gewährleistet. Ein toller Naturstein!

    [Fotos v.o.n.u.: VeniceWiki: "Palazzo Camerlenghi" unter CC-Lizenz, Black Power: "Rialto Bridge" unter CC-Lizenz]

    Standard-Autor

    Weitere Beiträge, die Sie auch interessieren könnten: